Sag leise „Servus“


auf diesem Wege möchte ich, ein großes Danke bei meinem langjährigen Schiedsrichterkollegen und Freund sagen. Viele werden es wahrscheinlich noch nicht wissen, aber einer unserer besten Schiedsrichter hat in diesen Tagen ganz leise seinen Rücktritt als aktiver Schiedsrichter kundgetan. Seine Laufbahn begann wie bei fast allen als Fußballer, wo er eher ein „durchschnittlicher“ Spieler in den niederösterreichischen Klassen spielte (Benji hätte sicher gesagt – durchwachsen). Ein Verkehrsunfall hat diese Karriere leider schon frühzeitig gestoppt und er wurde dann von mir überredet, beim Fußball zu bleiben und Schiedsrichter zu werden. Somit startete er im niederösterreichischen Verband, wo er einige Jahre verbrachte und in den Unterligen sein „Unwesen“ trieb. Dann verschlug es ihn dann doch in unser schönes Burgenland und er starte eine tolle Laufbahn als Schiedsrichter.

Wieder musste er als Nachwuchsschiedsrichter und SR-Assist. sein Können unter Beweis stellen, um dann die Chance zu erhalten, bei Falb Wolfgang als BL-Schiedsrichter-Assist. sein Talent zu zeigen. Nach einigen Jahren als SR-Assist. wurde er selbst Bundesligaschiedsrichter, wo auch ich viele Jahre sein Begleiter war. Viele tolle Momente, sei es beim Training (unter der Leitung von Srnka Frel), bei den Fahrten zu den Spielen (Raststation Kapfenberg) und vor allem bei den Spielen selbst (Lustenau mit Benji und den gelben Karten), sind mir jetzt noch Erinnerung. Immer noch muss ich lachen, wenn ich an unsere Geburtstagsessen (mit Braunschmidt Roland, Steuer Benji) denke (Brückenwirt, legendär bei „all you can eat“ und unvergesslich „Flieger/Flieger“). Des wor echt a Wohnsinn!!! Auch deine Diskussionen mit den Beobachtern der Bundesliga sind mir immer noch im Hinterkopf.

Auch die Aussprache für die Gössen (=Gelsen), Fliessen (=Fliesen) und Chiepps (=Chips) sind nicht zu verachten. Wenn man diese aus seinem Mund hört, haut ma se voil oh.

Für das BSK ist es ein sehr, sehr großer Verlust so einen arrivierten Kollegen zu verlieren. Ich wollte dich noch umstimmen, dass du dir den Rücktritt überlegst, aber dein Entschluss war - leider für unser Kollegium – unumstößlich. Du hast dich entschieden mehr Zeit für deine Familie zu haben, was ich auch verstehe, denn du warst fast 2 Jahrzehnte am Fußballplatz als Schiedsrichter unterwegs. Jetzt hast du diese, um mit deiner Lebensgefährtin und deinem - nun schon großem - Sohn noch mehr zu unternehmen (Urlaub in Hrvatska und vieles mehr). Hoffe, dass wir uns doch hin und wieder sehen bzw. hören (nicht nur wann du was brauchst), denn du bist ein sehr guter Freund nicht nur zu mir, sondern auch zu vielen anderen Kollegen bei uns im Burgenland geworden. Wünsche dir lieber Christian Dintar somit alles Gute für die Zukunft, vor allem Gesundheit,

deine Schiedsrichterkollegen und Freunde aus dem Burgenland.

PS: Dintus, Vacha, Vachinardi, Schwoaza, Dintus-Batschi, Luscho, Luschko, Tschisi und nicht zu vergessen der „Hofrat Malz“ (nur einige Spitznamen im Laufe der Zeit für ihn).

     BSK, am 06.06.2018