Talente- und Sichtungskader Burgenland
ERNÄHRUNG und SPORT


„Die Dosis macht das Gift!“

Wer kennt das nicht? Alltagsstress, Beruf, schnelle Zwischenmahlzeiten, Müdigkeit, Konzentrationsschwächen, unausgewogene Ernährung, … etc. – zusätzlich zu Familie, private Termine und der gewöhnliche Freizeitstress…

Gewöhnlicher Freizeitstress? Referee zu sein, ist ein außergewöhnliches, wunderschönes, aber auch sehr zeitintensives Hobby. Zudem werden neben dem „Alltagsstress“ von den „schwarzen Männern“ in der „Freizeit“ 1x – 2x in der Woche Topleistungen auf den Sportplätzen erwartet, um nicht unbedingt ins Kreuzfeuer der öffentlichen Kritik zu geraten.

Von Referees wird immer ein zunehmendes schärferes Anforderungsprofil verlangt. Neben der Hauptaufgabe, Spiele gemäß dem gültigen Regelwerk zu leiten, gewinnen Eigenschaften wie beispielsweise Führungsqualität, Stressmanagement und körperliche Fitness immer mehr an Bedeutung. Die richtige Ernährung und gezieltes Training bilden grundlegende Voraussetzungen für den konditionellen Zustand eines jeden Sportlers und können auch im Alltagsleben eine höhere Lebensqualität bewirken.

Die Mitglieder des Talente- und Sichtungskaders Burgenland hatten daher am Mittwoch, dem 22.03.2017, im Anschluss an die wöchentlich abgehaltene Trainingseinheit die Möglichkeit, den höchst interessanten Ausführungen von Mag. Harald Weiss aus Gols zum Thema „Ernährung und Sport“ im Sitzungssaal des Burgenländischen Fußballverbandes zu folgen.

Mag. Harald Weiss, der eigentlich gelernter Koch ist, absolvierte in weiterer Folge das Studium der Sportwissenschaften an der Uni Wien und verfügt darüber hinaus auch über ein Diplom als Sportmasseur sowie als Sporttherapeut. Seine Spezialgebiete liegen in den Bereichen der Leistungsdiagnostik, Sportphysiotherapie, Leistungsphysiologie und der Trainingswissenschaft. Durch seine vielfältigen Tätigkeiten als Fußballtrainer (z.B. LAZ Neusiedl/See), aktiver Hobbysportler, Leistungsdiagnostiker sowie im Bereich der Trainingsplanung und Trainingsleitung von Amateur- bis Profiathleten verfügt er über ein exzellentes „Know-How“ und gilt als Experte der Sportwissenschaften, welche sich auch spürbar positiv in seinen lebendigen Ausführungen niederschlugen, wo auch die Talente- und Sichtungskader Mitglieder aktiv mit eingebunden wurden.

(Nähere Infos zur Person Mag. Harald Weiss und seinem Tätigkeitsumfeld finden Sie unter www.aktivtraining.at)

Der Sportwissenschaftler erklärte den aufstrebenden Referees viele wichtige Punkte zur richtigen Ernährung in Verbindung mit der immer höher an Priorität gewinnenden körperlichen Fitness, welche durch eine zielbewusste Nahrungszufuhr ein beachtliches Steigerungspotential von bis zu 15% ermöglichen kann. Durch ungesunder Ernährung und einen schlechtem konditionellen Zustand entstehen erhebliche Konzentrationsmängel und erhöht sich gleichzeitig die Fehleranfälligkeit im immer schneller werdenden Fußballsport von Referees während der Ausübung ihrer Tätigkeit.

Neben einer theoretischen Einführung in die komplexe Materie der Ernährung und den Hauptnährstoffen, war ein zentraler Punkt des Vortrages die Wichtigkeit der Bewegung im Allgemeinen sowie zahlreiche praktische Tipps bzw. Impulse, wie ohne zusätzlich großen Zeitaufwand eine gesunde Ernährung möglich ist, wobei auch auf die täglich benötigte Flüssigkeitszufuhr für den Körper (Wasser) nicht vergessen werden darf. Harald Weiss ging dabei auch auf die vielen Möglichkeiten ein, kurzfristig eine Leistungssteigerung vor sportlichen Aktivitäten zu erreichen (z.B. vor dem FIFA Fitness Laufbewerb oder vor (mehreren) Spielleitungen am Wochenende) und erklärte, mit welchen Nährstoffen die bestmögliche „Vorratsauffüllung“ nach der Belastung wieder erreicht werden kann.

Unser Vortragender betonte auch immer wieder die negativen gesundheitlichen und sozialen Auswirkungen (z.B. Diabetes, Arbeitslosigkeit, etc.), die entstehen können, wenn richtige Ernährung und ausreichende Bewegung vernachlässigt werden.

Subsumiert wird vom Standardkonsumenten übermäßig viel vom Falschen gegessen, sodass es trotz des Überkonsums, noch zu so genannten Heißhungerattacken kommt. Dabei darf nicht vergessen werden, dass durch das überwiegend vorgelebte Fehlverhalten der Erwachsenen, die Kinder davon systematisch negativ in Mitleidenschaft gezogen werden.

Anstatt Chips, Schokolade, zuckerhaltiger Getränke, Fast Food und konventionell hergestellten - von den großen Lebensmittelkonzernen gepriesenen - Produkten, sollten beispielsweise ausreichend Wasser, frisches Obst, Gemüse, Fisch, Vollkornprodukte und Fleisch (z.B. Wild) vorwiegend aus regionaler Herkunft, am Speiseplan stehen und Zucker gänzlich aus der Küche verschwinden.

Die richtige Ernährung und ausreichende Bewegung trifft jeden Menschen!

Unter dem Motto „die Dosis macht das Gift“ möchte ich mich abschließend im Namen des Talente- und Sichtungskaders des Burgenländischen SR-Kollegiums insbesondere bei Mag. Harald Weiß für seine professionellen Ausführungen sowie natürlich auch bei den erschienen Ausschussmitglieder, Regelreferent Ernst Tumberger, Schriftführer Sepp Haider sowie den Stv. TSK Leiter Edi Freunthaller für den höchst interessanten Abend bedanken und freue mich jetzt schon auf eine weitere Abendveranstaltung im Herbst 2017 hinsichtlich Leistungsdiagnostik für die aufstrebenden Referees!

Sportliche Grüße!

Benji Steuer
Talente- u. Sichtungskaderleiter Burgenland

Talente- und Sichtungskader
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